Die Landmarke für das Saarland –
die Ausstellung zum Wettbewerb

Der Gewinnerentwurf steht fest, und bis zum nächsten Juni, wenn der Bergbau im Saarland endet, soll sie auch schon fertig sein: Die Landmarke auf der Halde Duhamel in Ensdorf. Und dieser Tage erinnerte ich mich daran, vor Monaten in der Ausschreibung gelesen zu haben, dass alle eingereichten Entwürfe nach Abschluss des Wettbewerbs öffentlich ausgestellt werden sollen. Fast 150 sollen es gewesen sein, knapp die Hälfte „flog“ gleich raus, weil sie den Anforderungen des Wettbewerbs nicht genügte, sei es, dass die berufliche Qualifikation der Einreichenden nicht stimmte, Formalien nicht eingehalten wurden oder schlicht der Kostenrahmen überschritten wurde. Ich wollte gerne einen Blick auf diejenigen werfen, die „Gnade“ gefunden hatten und nicht nur auf den Siegerentwurf, der mir aus beruflichen Gründen schon am 6. Mai auf den Schreibtisch geflattert war.

Im Internet fand ich einige wenige, die die Entwurfsverfasser auf ihren eigenen Seiten präsentieren und die Information, dass die Ausstellung der zum Wettbewerb zugelassenen Entwürfe in der saarländischen RAG-Zentrale in der Saarbrücker Hafenstraße zu sehen seinen, Öffnungszeiten seien nicht bekannt. Also rufe ich bei der RAG in Saarbrücken an, und nach nur drei Mal Weiterverbinden spreche ich mit einem freundlichen Herrn von „der Öffentlichkeitsarbeit“. „Ja, die Ausstellung ist öffentlich, aber die Öffnungszeiten… da fragen Sie mich was. Es ist ja immer einer hier, von morgens um sechs bis abends um zehn. Am besten kommen Sie aber so zwischen acht und siebzehn Uhr und melden sich beim Pförtner.“

Heute am frühen Nachmittag hatte ich ein Stündchen übrig, also nichts wie hin, den beiden Pförtnern mein freundlichstes „Glückauf“ entboten, und schon durfte ich sogar fotografieren. Die Ausstellung ist sehr eng gehängt, aber daraus will ich der RAG keinen Vorwurf machen; wer hätte schon mit so vielen Einreichungen gerechnet? Weitaus bedauerlicher finde ich, dass die Ausstellung weitgehend unbeachtet bleibt, weil niemand dafür wirbt, nicht mal die RAG auf ihren eigenen Seiten. Die Medien berichten nicht darüber; wahrscheinlich sagt’s auch denen keine/r. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, hier einen kleinen Querschnitt der gezeigten Arbeiten abzubilden, obwohl ich dazu nicht die erforderlichen Rechte eingeholt habe.

[ Ich bitte die Entwurfsverfasser der abgebildeten Arbeiten, dies nicht als Verletzung ihrer Rechte anzusehen. Dieses Blog verfolgt keine kommerziellen Zwecke. Die Menschen sollen aber sehen, welche Arbeit Sie sich gemacht haben. Bitte entschuldigen Sie auch die mindere Qualität der Fotografien. Ich bin kein Fotograf, das Licht war mies, und mit Blitz hätte es nur noch schlimmere Reflexionen gegeben. Besonders um Entschuldigung bitte ich diejenigen Einreicher von Entwürfen, die ich nicht berücksichtigen konnte. Alle zu zeigen, ebenso wie alle Urheber namentlich zu nennen, würde schlicht den Rahmen sprengen. Meine Auswahl ist vollkommen willkürlich und stellt keine Wertung dar. Sollten Sie die Abbildung Ihrer Arbeiten in diesem Blog trotz all dem als Verletzung Ihrer Rechte ansehen, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit mir auf anstatt ihren Rechtsbeistand zu bemühen. (Ich bin nicht reich, im Gegenteil.) Jedenfalls werde ich den Verstoß dann umgehend abstellen. Meine Kontaktdaten finden Sie im Impressum dieser Seiten. Vielen Dank. ]

landmarken-ausstellung

Das hier gezeigte Bilder-Kaleidoskop kann nur einen kleinen Einblick in die Vielfalt der eingereichten Arbeiten abbilden. Die Entwürfe sind nahezu ausnahmslos von hoher Qualität und zeugen von ernsthafter, künstlerisch hochwertiger und technisch versierter Auseinandersetzung mit dem Thema der Ausschreibung.

Die Ausstellung zeigt alle Entwürfe, die am Wettbewerb teilgenommen haben, samt ausführlicher Erklärungen, auch der jeweiligen bautechnischen Umsetzungsmöglichkeiten, der Kosten und und und… ist absolut sehenswert, egal, wie sehr man an ihrer Inszenierung mäkeln mag.

Zu sehen ist das Ganze noch bis zum 17. Juni 2011, montags bis freitags von 8 – 17 Uhr, der Eintrit ist frei. Gehen Sie doch mal hin; es lohnt:

RAG Regionalstandort Saarbrücken
Hafenstraße 25, 66111 Saarbrücken
Tel.: 06 81 · 405 00

[ zu einem früheren Beitrag zum Thema ]

P. S.: Da machen sich 150 Architekten, Ingenieure, Künstler und deren unzählige Helfer und „Zuarbeiter” eine Heidenarbeit und keine/r merkt’s. Keine/r kriegt was mit. Wenn man realistisch davon ausgeht, dass pro eingereichtem Entwurf zwischen 10 und 15 Leute beteiligt waren, kommt man – so oder so – auf über tausend Menschen, die sich ein paar Wochen lang intensiv damit befasst haben, mit der Bergehalde Duhamel in Ensdorf, hier bei uns direkt vor der Haustür. Es ist eine Schande, dass das keine/n interessiert, keine/r Werbung dafür macht und keine/r „die Trommel rührt”.

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