Fotografische Spurensuche in Itzenplitz
Ausstellung in Landsweiler-Reden eröffnet.

Im Mannschaftsgang des Zechenhauses in Landsweiler-Reden wurde heute die Foto-Ausstellung „Fotografische Spurensuche im Itzenplitz – ein historischer Bergwerksstandort wird entdeckt” eröffnet. Zur Erinnerung: Das Institut für Landeskunde hatte im Mai 2011 gemeinsam mit der Evangelischen Akademie im Saarland, der Gemeinde Schiffweiler und dem Förderverein Itzenplitz sowie der RAG Montan Immobilien zum Foto-Workshop eingeladen. Zum Start hatte Delf Slotta, Direkter des Instituts für Landeskunde, fast vier Stunden lang alle Interessierten durchs Projektgebiet geführt, und die RAG Montan Immobilien öffnete die Pforten zum normalerweise nicht zugänglichen Gelände der historischen Grube Itzenplitz und hat als ganz besonderes Schmankerl alle Teilnehmer mit einen zünftigen Bergmannsfrühstück bewirtet.

[ zum Beitrag über die Exkursion zum Start des Foto-Workshops ]

Bis September hatten die Teilnehmer Zeit, den Itzenplitz auf eigene Faust zu erkunden und ihre Ergebnisse bei der Evangelischen Akademie einzureichen, wo Hans-Hermann Bendzulla als deren Studienleiter und Delf Slotta dann schlussendlich aus rund 400 Arbeiten die 50 Motive auswählten, die ab heute in Landsweiler-Reden zu sehen sind.

Neben den beiden sprachen heute zur Eröffnung als Vertreter der anderen Mitveranstalter der Schiffweiler Bürgermeister Markus Fuchs, als Vorsitzender des Fördervereins Itzenplitz der Heiligenwalder Ortsvorsteher Rüdiger Zakrewski und Rudolf Krumm von der RAG Montan Immobilien. Alle waren sich einig, dass die geballte Fülle an historischen Bergbauzeugnissen hier vor Ort einzigartig ist und hoben die Bedeutung öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen wie unseres Workshops und der heute eröffneten Ausstellung hervor, wenn es eine Chance geben soll, all das vor dem unwiderbringlichen Untergang zu bewahren.

itzenplitz-vernissage

Das Spektrum der gezeigten Arbeiten ist breit, die Fülle der Motive und Blickwinkel immens und reicht von ikonenhaften Inszenierungen der Fördergerüste bis zu scheinbar Abseitigem und ganz am Rande sehr leicht zu übersehendem, von ganz oldfashioned auf s/w-Rollfilm Gebanntem bis hin zu digital stark Nachbearbeitetem. Das macht auf jeden Fall Lust, sich den Heiligenwalder Ortsteil Itzenplitz einmal näher anzuschauen mit seiner Vielfalt an Zeugnissen bergbaulicher Vergangenheit, ganz besonders jetzt, im Jahr 2012, wo der Bergbau im Saarland nach über 250 Jahren endgültig endet. Seine alle Lebensbereiche formende Gestaltungsmacht lässt sich im Saarland noch vielerorts ablesen, aber kaum irgendwo so geballt und so facettenreich wie im Itzenplitz.

Die Ausstellung im Mannschaftsgang des Zechenhauses Reden ist noch bis zum 29. Februar, dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, an Wochenenden und feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Montags geschlossen. Der Eintritt ist frei.

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