Und er bewegt sich doch:
Völklinger Stadtrat zum Namen des Stadtteils
„Hermann-Röchling-Höhe“

Nach allem, was wir in den vergangenen Monaten erfahren mussten über rechtsextrem motivierte Anschläge auf vornehmlich türkischstämmige Völklinger Mitbürger – und das Gewese um ein acht Meter hohes Türmchen in Völklingen-Wehrden –, wäre es ein Zeichen, das die wohlfeilen Lippenbekenntnisse gegen Fremdemhass und (Neo)-Nazitum etwas glaubhafter aussehen lassen könnte:

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Dass die „SZ“ den Sachverhalt schon in der Überschrift verdreht darstellt und damit Waser auf die Mühlen der selbsternannten „Traditionspfleger” gibt, passt leider ins Gesamtbild dieser leidlichen Debatte.

P. S.: Die Stimmen mehren sich: Nur einen Tag später berichtet die „SZ“, dass sich der ehemalige Völklinger Oberbürgermeister Hans Netzer in die Debatte eingemischt und OB Lorig mittels einer Ausgabe der „Saarbrücker Hefte“ aus dem Jahr 2004 Nachhilfe in Geschichte gegeben hat. Gut so – hoffen wir, dass es auch fruchtet.

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P. P. S.: Einen weiteren Tag später: Ich lasse alle Hoffnungen fahren. Wer Anstoß nimmt an der Benennung eines Stadtteils nach einem verurteilten Naziverbrecher gegen die Menschlichkeit, muss sich jetzt in Völklingen als intoleranter Fanatiker diffamieren lassen:

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[ zu einem früheren Beitrag zum Thema ]

[ viel Wissenswertes zum Thema auf www.sarrelibre.de ]

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