Der Wassergarten in Landsweiler-Reden –
jetzt offiziell öffentlich zugänglich

Vorletzten Winter schon hatte ich an dieser Stelle den Wassergarten Reden irrtümlich für eröffnet erklärt. Nun, tatsächlich war ein ansehnlicher Teil der Anlage schon fertig; aber jetzt am 17. Juni wurde die gesamte Anlage feierlich offiziell eröffnet. Für 2,8 Mio Euro wurde eine in Europa einmalige Anlage geschaffen: Aus den Tiefen der stillgelegten Steinkohlengrube in Landsweiler-Reden wird 32 Grad warmes Grubenwasser hochgepumpt, zur Energiegewinnung genutzt und dann in den nahen Klinkenbach abgeleitet.

Normalerweise geschieht so etwas über zweckmäßige Bassins und unansehnliche Rohrleitungen, und niemand nimmt Notiz davon. Hier am Zukunftsort Reden aber hat man ein mehr als ansehnliches Naherholungsgebiet geschaffen, dessen Erlebniswert keinen Vergleich scheuen muss. Teilweise lässt mich die Anlage an den Duisburger „Garten der Erinnerung“ von Dani Karavan denken. Und der Bereich unter Sieberei und Schachthalle erinnert an manche Ecke des Freigeländes des Essener Weltkulturerbes Zeche Zollverein.

wassegarten_reden_2

Der Redener Wassergarten ist beispielhaft, was die Bewältigung der „Ewigkeitslasten“ des zu Ende gehenden Bergbaus angeht: In den kommenden Jahren, Jahrhunderten und Jahrtausenden muss kontinuierlich Grubenwasser abgepumpt werden, wenn es für viele Gegenden an Saar und Ruhr nicht dauerhaft und im Wortsinn „Land unter“ heißen soll. Das durch die Hitze im Erdinnern erwärmte Wasser lässt sich hervorragend zu Heizzwecken und zur Energiegewinnung nutzen. Und wenn es dann noch gelingt, die dafür erforderlichen technischen Anlagen so aussehen zu lassen, dass es Spaß macht und überaus spannend ist, sich darin, bzw. dazwischen zu bewegen und man das auch darf, ja sogar ausdrücklich soll, halte ich das rundum für zukunftsweisend.

wassergarten_reden_3

Für das Gelände der ehemaligen Grube Reden, heute „Zukunftsort“ genannt, ist der Wassergarten – mit den vorhandenen und geplanten Attraktionen wie dem Gondwana-Park, der faszinierenden Haldenlandschaft, dem Skaterweg und und und – eine sinnvolle Ergänzung und wertet den Standort noch weiter auf. Erfreulich und wahrscheinlich der ausnahmsweise einmal wohlwollenden Berichterstattung unserer saarländischen Leitmedien geschuldet war, dass auch an einem trüben Sonntagnachmittag wie gestern recht viele Menschen dort unterwegs waren. Gehen Sie mal hindurch; es ist wirklich ein Erlebnis, und der Eintritt ist frei!

[ zu einem früheren Beitrag über den Redener Wassergarten ]

Kommentarfunktion ist deaktiviert