Der Schlot am Beckerturm,
er ist nicht mehr.

Am 28. August 2013 genügten rund acht Kilogramm Sprengstoff, um den Schornstein der St. Ingberter Bierbrauerei Becker kontrolliert zum Einsturz zu bringen. Mit seinen 65 Metern Höhe überragte er weithin sichtbar das als „Beckerturm“ bekannte Sudhaus der Brauerei und bildete mit diesem zusammen das Wahrzeichen der Stadt St. Ingbert.

beckerturm_2009

Nun, er ist nicht mehr. Ihn zu renovieren, hätte wohl eine halbe Million Euro gekostet, was dem Eigentümer und Betreiber des „Innovationspark am Beckerturm“ nicht zuzumuten war. So gaben die Denkmalschutzbehörde und alle weiteren Verantwortlichen ihren Segen zur Sprengung mit dem – sicher richtigen – Verweis darauf, dass ein Schlot wie dieser keine besondere Aussagekraft als Denkmal besitze und es Schornsteine wie ihn, selbst in dieser Größe, im Saarland zuhauf gebe. Nach meinem Empfinden allerdings stellte er ein integrales Bestandteil des Denkmals Becker-Brauerei dar, und der – und ganz St. Ingbert – fehlt jetzt ’was, und zwar unwiederbringlich.

Nehmen wir’s als Übung: Vom saarländischen Bergbau wird in den kommenden Jahren auch einiges verschwinden.

P. S.: Die oben gezeigten Fotos des Becker-Areals stammen aus dem Jahr 2009; ein PopArt-Bild des Beckerturms samt Schornstein aus dem gleichen Jahr finden Sie hier.

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