See-Panoramaweg Losheim

Das saarländische Tourismus-Marketing setzt ja neben Kulinarik und Golf konsequent aufs Thema Wandertourismus. Dass im diesjährigen offiziellen Saar-Tourismus-Prospekt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte nicht vorkommt, während es der deutsche Tourismus-Verband auf die Titelseite seines Jahreskalenders 2011 gesetzt hat, spricht dabei Bände.

Nun, wir golfen nicht; also gehen wir im gerade beginnenden Frühling wieder längere Wandertouren und nehmen dabei auch immer wieder gerne die vielgelobten saarländischen „Premium-Wanderwege“ unter die Schuhe. Da unsere Kondition im Winter – nicht zuletzt der Kulinarik wegen – etwas gelitten hat, wollten wir uns an diesem Sonntag die Latte nicht allzu hoch legen und entschieden uns für den Panoramaweg um den Losheimer Stausee.

Um es vorweg zu nehmen: Es war ein schöner Gang, nur der Name „See-Panoramaweg“ weckt arg falsche Erwartungen. Kurz nur geht’s am See entlang, meist führt der Weg durch Wald, kurze Etappen über freies Feld und Wiesen, und ein Panorama gibt es an nur einer einzigen Stelle zu sehen, immerhin mit zwei Sinnenbänken, die zum Verweilen einladen; den Losheimer Stausee hingegen aus der Höhe sieht man nie.

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Der Weg wirkt etwas willkürlich und beliebig „zusammengestückelt“, bietet dabei aber viel Abwechslung. Vertane Zeit waren die drei Stunden für die zehn Kilometer Wegstrecke aber nicht. Wir spürten ganz ordentlich unsere Beine. Und dass es einen Punkt gibt, von dem aus der Blick von der Püttlinger Bergehalde Viktoria bis zu den vier Rauchfähnchen des Atomkraftwerks Cattenom reicht, ahnten wir vorher auch nicht. Wieder zuhause, widmeten wir uns – wohlverdient – der sonntagabendlichen Kulinarik.

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