Vom Holzplatz in Fürstenhausen
zur Völklinger Meeresfischzuchtanlage

Frühmorgens hatte ich am Fürstenhausener Holzplatz zu tun, und weil die Sonne schien und ich etwas Zeit hatte, bummelte ich mit der Kamera vom Holzplatz zur Baustelle der ominösen Völklinger Meeresfischzuchtanlage auf dem Gelände der früheren Fürstenhausener Kokerei, von der nichts mehr übrig ist als nur ein Gasometer-Gerippe mit Betonfundament..

rund-um-holzplatz

Außer von der Zubereitung der einen oder anderen Spezies verstehe ich wenig von Meeresfischen, habe aber gelesen, dass es in Deutschland noch kein Investor geschafft hat, im Binnenland eine Meeresfischzuchtanlage profitabel zu betreiben; alle Versuche endeten insolvent. Aber die Wundergläubigen im Völklinger Rathaus halten wacker an der absurden Idee fest und lassen sich nicht beirren, wieviele Millionen es kosten und wieviel Umweltbelastung es auch mit sich bringen mag. Doch damit wollte ich mich heute morgen nicht bekümmern; mich interessierten mehr die ungewöhnlichen Blicke, die man von hier aufs Fenner Kraftwerk und die Völklinger Stadtsilhouette werfen kann.

meeresfischzuchtanlage

Schmerzlich vermisst man hier den alten, denkmalgeschützten Gasometer, der – schiefer als der Turm in Pisa – weithin sichtbare Landmarke war bis zu seiner Sprengung im September 2008. Doch wie sagte OB Klaus Loris so schön: „Wir haben ja noch den in Wehrden.“ Ja, so gehen wir um mit Denkmälern in Völklingen. Aber weder OB Lorig, noch dass mir ein früher Vogel auf die Stirn kackte, konnte mir die Laune verderben – es war ein schöner Gang in den Morgenstunden.

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